In Dörnberg sind Diskussionen entstanden rund um einen sozialen Treffpunkt und die Frage, ob die alte Gaststätte "Zum Dörnberg" hierfür wieder genutzt werden könnte. Die CDU-Fraktion hat diese Diskussion aufgegriffen und am 03.02.2020 einen Antrag dazu eingereicht, über den auf der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung beraten werden soll.

Mit dem Antrag soll ein gewisser Zeitaufschub gesichert werden, um dann mit vielen Verantwortlichen und Bürgern gemeinsam ein Konzept erst entwickeln zu können.

Antrag: Neues Konzept in historischer Gaststätte

Der Gemeindevorstand wird beauftragt, mit dem Eigentümer der Immobilie,
Wolfhager Straße 34 in Dörnberg, in Verhandlung zu treten, um zu prüfen, ob und wie eine zukünftige Nutzung des Hauses für touristische und/oder soziale Zwecke für die Bürgerinnen und Bürger und Gäste in Habichtswald umzusetzen wäre.
Dabei ist ebenfalls zu prüfen, ob ein Ankauf durch die Gemeinde möglich ist.

Gleichzeitig wird beantragt dem Landesamt für Denkmalpflege diese Immobilie als Baudenkmal vorzuschlagen und eintragen zu lassen sowie einen Abriss zu verhindern.

Begründung:
Seit Jahren wird beklagt, dass besonders in Dörnberg keine Gaststätte mehr vorhanden ist. Festlichkeiten und Veranstaltungen von privat, wie auch von Vereinen, die nicht in der Mehrzweckhalle durchgeführt werden können, müssen in andere Orte verlegt werden.
Es fehlt ein sozialer Treffpunkt, wie er früher im Ort mehrfach vorhanden war.
Eine andere zentrale, verkehrsgünstige und in ausreichender Größe vorhandene Möglichkeit zur Errichtung eines Treffpunktes, ist nach Wegfall und Umbau der Gaststätte „Zur Kaiserbuche“ nicht mehr gegeben.

Die ehemalige „Gaststätte zum Dörnberg“ wurde im Jahre 1897 erbaut und von Anbeginn als Gasthaus genutzt. Im Jahre 1913 wurde ein Saal angebaut der für Vereinssport und Veranstaltungen Verwendung fand. Dieses Haus ist seit damals in seinen Proportionen und in seiner Fachwerkbauweise bis heute im Wesentlichen erhalten geblieben.
Wer mehr Tourismus in Habichtswald fordert, muss auch dafür Sorge tragen, dass die Dörfer ihr Gesicht behalten.
An dieser Stelle sei auf eine Aussage des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege verwiesen, die da lautet: „Die reiche hessische Denkmallandschaft wird neben den Einzelobjekten wesentlich durch die historischen Dorf- und Stadtkerne geprägt. Sie stellen wichtige Zeugnisse der Landesgeschichte dar. Dem Erhalt von Erscheinungsbild und historischen Strukturen in den Siedlungskernen und in historischen Kulturlandschaften widmet sich das Arbeitsgebiet der Denkmalpflege.“
Auch unsere Dörfer haben schon zuviel ihrer Gesichter verloren, wir wollen nicht noch mehr zu einem x-beliebigen Trabantendorf in Großstadtnähe werden. Daher ist es besonders wichtig dieses Gebäude in seinem Aussehen und seiner Nutzung zu erhalten.
Finanzielle Mittel aus der Hessenkasse sind vorhanden und können dafür Verwendung finden. Andere Förderungen sind zu prüfen.

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